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Jahrhunderthochwasser in Lennestadt und Umgebung

Kategorie: Einsätze
Erstellt von: Carsten Igel
23.08.2007

Durch die starken Regenfälle in Südwestfalen wurde die Region um Lennestadt stark in Mitleidenschaft gezogen. Innerhalb weniger Stunden fielen über 70 l/qm. Bereits in der Nacht erreichte der Pegelstand der Lenne im Ortsteil Kickenbach den Hochwasser-Warnwert von 2,20m. Stagnierende oder sinkende Pegel waren nicht abzusehen.

Um 7:45h wurde daraufhin die SEG des THW OV Lennestadt alarmiert.

Zunächst bestand die Aufgabe der Helfer darin, an kleineren Einsatzstellen Sandsäcke zu verbauen und das Wasser von den Gebäuden abzuwehren. Später unterstützten die Helfer die örtliche Feuerwehr beim Füllen, Verladen und Transport von Sandsäcken.

Im Verlauf des Vormittags stiegen die Pegel weiterhin ohne ein absehbares Ende und so wurde der gesamte Technische Zug des OV Lennestadt in die Unterkunft zur Bereitschaft geordert. Um die Mittagszeit erreichte dann der Pegel den Jahrhunderthöchstwert von 2,95m - und weiterhin wurde, auch aufgrund der starken Regenfälle im quellwärstgelegenen Hochsauerlandkreis, mit steigenden Pegeln gerechnet. Zu diesem Zeitpunkt waren jedoch schon an den Zuflüssen Elspebach, Veischede und Hundem stagnierende und rückläufige Pegel gemessen worden.

Kurz nach Mittag wurde der Technische Zug zum Industriegebiet "In der Karlshütte" geschickt. Ein Wehr, das das Wasser der Lenne um das Industriegebiet herumleitete, drohte zu brechen. 25 Helfer verstärkten im Verlauf des Nachmittags das Wehr mit Bohlen und Sandsäcken, die zum Teil durch das THW Lennestadt, das THW Siegen und die Freiwillige Feuerwehr angeliefert wurden, und schufen eine Barriere für das nachdrückende Wasser. Da die Einsatzstelle direkt an der B236 lag, bestand vor Ort nicht nur Gefahr durch die Wassermassen sondern auch durch den beeintächtigten Verkehr.

Gegen 21 Uhr verließen die Helfer die Einsatzstelle und der Einsatz wurde um 21:30 beendet. In der Nacht begannen die Pegel den Höchststand von 3,10m langsam zu verlassen.

Auch in der Nachbargemeinde Finnentrop war - nicht zuletzt durch den hohen Lennepegel und den vollen Biggesee - die Lage bedrohlich. Hier waren vor allem die Freiwillige Feuerwehr Finnentrop, der OV Olpe und der OV Attendorn im Einsatz.

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